Freitag, 23. Mai 2014

Karinys Mieder - Teil 2

Die letzten Tage habe ich genutzt, um den Schnitt entsprechend der angesprochenen Korrekturen zu ändern.


Da ich die Träger vorne um zwei Zentimeter nach innen versetzt habe, liegt jetzt eine Teilungsnaht in den Trägern. Hinten habe ich das erstmal so gelassen (was ich aber wohl noch korrigieren muss, dazu später mehr).
Die hintere Partie habe ich ebenfalls wie vorne in vier Teile zerlegt, damit sich der Stoff im Taillenbereich besser anschmiegt.

Genäht sieht das ganze so aus:


Mich stört gerade die große Schnürlücke unten. Da habe ich mich vermutlich in der Weite im Rücken verhauen. Am Sonntag ist Paßprobe, dann werde ich das ja sehen.
Was mich auch sehr stört, sind die Träger die vorne ein wenig abstehen. Sollte dies am lebenden Modell auch so sein, werde ich die Träger auch im Rücken nach Innen versetzen. Ich vermute, dass der Träger deswegen auf der "Halsseite" zu sehr auf Spannung steht.


Schön ist die Ansicht der Rückenpartie. Hier zahlt es sich einfach aus, die Weite an der Taille entweder durch Abnäher oder durch Teilungsnähte rauszunehmen.

 Der hochgezogene Rückenausschnitt sieht auch ziemlich stimmig aus, meiner Meinung nach.

Auch von der Seite sieht es im Armausschnitt ein wenig entspannter aus.


 Hier sieht man das Abstehen der Träger sehr deutlich. Ich werde also nach der Paßprobe um ein weiteres Probeteil definitiv nicht herum kommen, damit dieser Fehler korrigiert wird.

Montag, 19. Mai 2014

Karinys Mieder - Teil 1

Bereits im November habe ich Kariny, Söldnerin aus dem Lager famra, zum Geburtstag ein Mieder geschenkt. Natürlich selbst genäht, ihrem Körper angepasst - und vegan. Denn Kariny ist Veganerin und steht damit in unserem Hobby "Mittelalter" auf etwas verlorenem Posten. Darüber hatten wir uns schon vergangenen Sommer unterhalten, als wir einmal gemeinsam über die mittelalterliche Einkaufsmeile eines MPS's flanierten und dort nur Mieder aus Echtleder fanden.

Nach dem ersten Gespräch stand das ein oder andere schon fest: es soll zum Schnüren sein, ähnlich dem  Arabesque Schnürtop  und aus Waschvelour, welches in der Optik Wildleder nicht ganz unähnlich ist.

Nachdem ich dann auch endlich mal Maß genommen habe, erstellte ich erstmal komplett nach dem Schnitt von Natron&Soda ein Probeteil. Mir persönlich gefiel auf Anhieb die Schnürung im Rücken nicht.
Diese empfinde ich als sehr unpraktikabel, möchte man sich im Zelt alleine anziehen.

Probeteil von vorne

 
Kariny ist da ganz meiner Meinung. Denn gestern war ich bei ihr, um ihr das Probeteil einmal zur Anprobe zu geben und Korrekturen einzuzeichnen.

Der Schnitt sieht an ihr wirklich sehr gut aus, auch wenn einige Korrekturen vorgenommen werden müssen.

1. Die Rückenpartie wird ein wenig höher gezogen, so dass im Rücken der Ausschnitt nicht genauso tief sitzt wie vorne.
2. Die Träger werden ein paar Zentimeter nach Innen versetzt.

Markierung, wohin die Träger kommen.
3. Der Armausschnitt muss nach unten korrigiert werden.


4. Ab Höhe des Hüftknochens sollen die einzelnen Bahnen "aufspringen", so wie bei diesem Mieder hier.
Nennt man das Schößchen? Da bin ich mir nicht so sicher...
Auch diese habe ich auf dem Probeteil markiert.

5. Die hintere Schnürung ersatzlos streichen.

Der nächste Schritt besteht darin, dass ich die Änderungen auf Papier bringe und ein weiteres Probeteil anfertige.