Freitag, 31. Januar 2014

Quiltdecke Teil 2

 
 
Und schon ist der erste Monat des neuen Jahres vergangen.
Die Temperaturen sind in den letzten Wochen bei uns um bis zu 20 Grad nach unten gerutscht und so ist es abends sehr angenehm, einen wachsenden Streifen Decke auf dem Schoß zu betten und an diesem weiter zu nähen. Anders kann zumindest ich mir nicht erklären, wie ich in den Tagen seit meines letzten Zwischenstands so viel schaffen konnte.
 
 
 
Hier sieht man das Deckenfragment in seiner späteren natürlichen Umgebung und man bekommt auch gleich einen Eindruck, wie groß die Decke in etwa werden wird, wenn sie ausgewachsen ist.
 
An diesem Streifen fehlen aktuell noch 14 Sechsecke, dann ist auch dieser fertig und ich kann mich an den zweiten Streifen in weiß-hellgrün machen.
Zugegeben: ich hätte nicht gedacht, dass ich so viel allein im ersten Monat schaffen werde.

Sonntag, 26. Januar 2014

Police Box Public Call

Nachdem die Konturen der TARDIS gestickt sind, geht es jetzt an die Flächen.
Damit ich eine Vorgehensweise habe, habe ich mir für "von oben nach unten" entschieden und somit den oberen Teil der TARDIS gestickt.
Dieser besteht aus schwarzem Grund mit den Worten Police Box Public Call.

Zuerst habe ich den Schriftzug aufgestickt und danach mit Nadelmalerei den Hintergrund gestickt.






Der schriftzug ist mir jeweils nicht hundertprozentig geglückt, rechts - finde ich - sieht es sogar nach Comicstil aus. Links dafür zu kantig. Wenn ich irgendwann mal richtig gut im Sticken bin, werde ich es besser machen.

Samstag, 18. Januar 2014

Quiltdecke Teil 1

Ich finde es immer noch erstaunlich, dass ich wirklich Vorsätze für 2014 habe.
Ich hoffe, dass der Umstand, dass ich die letzten beiden Wochen wirklich intensiv daran gearbeitet habe, kein schlechtes Vorzeichen ist und es meiner Quiltdecke nicht wie den meisten Vorsätzen ergeht und Mitte des Jahres in der Versenkung verschwindet. Aber das habe ich ja in der Hand.

In den letzten beiden Wochen war ich, wie bereits erwähnt, recht fleißig. Ich habe 84 hellgrüne und 140 weiße Sechsecke gepiect (also meine Sechseckschablone mittig aufgelegt, die Nahtzugaben umgeklappt und einmal ordentlich drüber dampfgebüglet, bevorzugt ohne mir die Finger zu verbrennen).
Diese 224 Sechsecken sind die nächsten beiden Grünstreifen meiner Decke und damit nur die Hälfte, die ich noch benötige. Aber ich nehme mir lieber erstmal nur kleine Etappen vor. Denn, obwohl es die zeitunintensivste Arbeit ist, zuzuschneiden und zu bügeln, so ist es dennoch die mir ungeliebteste. Also werden die nächsten 224 Sechsecke fertig gemacht, wenn ich diese hier vernäht habe.
Und dazu habe ich folgende Strategie: damit ich kontinuierlich daran arbeite, habe ich mir 20 Sechsecke die Woche als Soll vorgenommen. Dann könnte ich im Spätsommer mit dem Top der Quiltdecke fertig sein.
Geplant, für mich selbst abgenickt und angefangen, die ersten Sechsecke aneinander zu nähen. Und nach einer Woche ist dies der aktuelle Stand:



Ein wenig mehr, als geplant. Auch gut. Dann kann ich mich nämlich ab und an auch mehr um mein Kindle-Cover kümmern.

Montag, 6. Januar 2014

TARDISche Konturen

Seit Neujahr gibt es endlich wieder Sherlock im bislang nur britischen Fernsehen zu sehen. 
Aber dank vorhandener Sprachkenntnisse kann ich den deduktiven Methoden des titelgebenden Serienheldens folgen, wenn ich auch, entgegen meinen gewohnten Vorsätzen idR mit dem Rücken zum Monitor Serien zu schauen (da ich Serien nebenbei laufen lasse), brav im Sessel Platz nehme und wirklich aufmerksam zuschauen muss.
Dies sind die wenigen Momente, an denen ich eben nicht an meiner TARDIS weiter sticke. 
Aber eine Staffel umfasst nur drei Folgen und zwei wurden ja bereits ausgestrahlt.
Wenn in der letzten Woche also nicht Sherlock lief, habe ich fleißig nebenbei an meinem neuen Ereader-Cover gearbeitet und bislang die Konturen geschafft. In meinem Buch wird der von mir verwendete Stich als "Stielstich" bezeichnet. 
 
 
 
Doch sofern ich diesen Stich in den Weiten des w^3 suche (auch als englisches Äquivalent stem stitch), dann sieht das ganze nicht so ganz nach dem aus, was ich gemacht habe. Daher hier eine kleine Schemenzeichnung, nach der auch ich gearbeitet habe.
 
 
 
Als Einlegefaden habe ich einen entsprechend langen Rest meines schwarzen Stickgarnes genommen. Somit ist die Kontur dann nicht allzu plastisch ausgeprägt.
 
Der nächste Schritt besteht dann darin, die Flächen auszufüllen. Dazu werde ich mein Büchlein befragen, wie es bei den teilweise schon großen Flächen am klügsten umzusetzen wäre.

Freitag, 3. Januar 2014

Bags are a girls best friends

Marilyn Monroe besang einst, dass der Damenwelt bester Freund die Diamanten wären.
Wenn ich mir aber die holden Damen anschaue, die ich kenne, so haben diese wesentlich mehr Handtaschen als Diamanten.  Aber ein „Bags are the girls best friends“ singt sich mit aller Sicherheit nicht so gut.
Persönlich habe ich auch eine Tasche, da ja nicht immer alles in die Jacken- oder Rocktasche passt. Doch kann ich nicht verstehen, wie manche Damen schon fast täglich ihre durchwechseln. Ich hätte gar nicht die Muße, mein Portemonaie, die Schlüssel, Taschentücher, den Kopfschmerzkalender, das Brillenetui, den MP3-Player, das Kindle Paperwhite, die Desinfektionstücher, den Asthma-Inhalator, meine Medikamente und weiß noch was umzuräumen. Daher hatte ich bis einschließlich 2013 immer nur zwei Taschen im Gebrauch: eine, die mich täglich auf die Arbeit begleitet und eine, falls in der Freizeit mal eben nicht für alles benötigte (vieles brauche ich ja nur zu bestimmten Tageszeiten wie die Medikamente) die Jackentasche ausreichte. Und die letztgenannte Tasche hatte pünktlich zu Weihnachten ihr Leben ausgehaucht. Und da musste für mich eine neue her. Am besten eine, die auch gleich die Arbeitstasche ersetzt, ohne für die Freizeit zu groß zu sein.
Schließlich fiel meine Wahl auf die oft angepriesene Schnabelinabag. Für mich in small und natürlich in schwarz. Und weil grün leider nicht überall dazu passt, wurden die Akzente in weiß gesetzt. Verwendet habe ich ausschließlich Materialien, die vorhanden waren (lediglich die Karabiner und D-Ringe mussten angeschafft werden), bezüglich des Obermaterials (schwarzes Côtelé aus Baumwolle von www.stoffamstueck.de
) war es sogar eine sehr gute Resteverwertung.  
 
Die weißen Akzente habe ich aus weißem Baumwollköper gemacht, den ich mal auf dem Stoffmarkt Holland gefunden hatte und der hochwertiger ist, als so manch anderer Köper, den ich bisher zwischen die Finger bekam.

Die Paspeln und das Futter sind aus normaler schwarzer Baumwolle genäht, die ich für solche Zwecke immer meterweise daheim habe.
 


Im Schnitt habe ich mich für die Variante mit allem Schnickschnack entschieden: Taschen, Paspeln, zusätzliche Henkel an der Seite, die ich abnehmen kann (im Gegensatz dazu habe ich aber die normalen Henkel wesentlich kürzer als in der Anleitung vorgesehen gehalten), geschlossene Tasche mit Zipper und Seitenteil mit Zipper, um zusätzlichen Platz zu gewinnen.


Ich bin zufrieden mit meinem neuen Alltagsbegleiter: es passt auch noch das Frühstück für die Arbeit mit rein. Und somit kann ich dann auch direkt meine vorherige Arbeitstasche in Rente schicken. Auch wenn ich das Handtaschenklischee vollkommen bedient habe und mir eine Damentasche genäht habe: eine kommt, zwei gehen. Unterm Strich habe ich also Taschen abgebaut. Und das klingt schon viel mehr nach mir.

Mittwoch, 1. Januar 2014

Pläne für 2014



Ich rauche nicht.
Ich treibe fünfmal die Woche Sport.
Ich spare monatlich einen nicht unbeachtlichen Teil meines Gehaltes.
Als Vegetarierin verzehre ich regelmäßig jede Menge Obst und Gemüse und nehme dabei Vitamine zu mir.
Ich kaufe nur ein, was ich wirklich benötige.
Und Ordnung könnte ich erfunden haben.

Was für Vorsätze fürs neue Jahr kann ich mir dann überhaupt noch nehmen?

Ich bin kein Freund von Vorsätzen. Die meisten werden doch eh nicht umgesetzt und nach ein oder zwei Monaten als gescheitert abgehakt.
Vergangenes Jahr scheiterte ich mit meiner Nähkrise an meinem Plan, mir eine neue Nähmaschine zu gönnen. Ich habe monatelang gar nicht genäht – und wenn, dann nichts für mich. Noch immer ist fraglich, ob ich eine weitere Maschine eigentlich wirklich brauche. Ich lasse einfach noch einige Monate oder Jahre ins Land streichen. Denn das ist keine Entscheidung, die ich über das Kreuz brechen muss. Eine neue Nähmaschine ist kein neuer Wasserkocher, den ich dringend und sofort brauche. Oder ein Staubsauger, der schnell ersetzt werden muss, weil der alte sich lieber für den elektrischen Freitod entschied. Meine alte Pfaff 210 (meine Erika) läuft ja noch wie am Schnürchen, sie tut zuverlässig ihren Dienst. Auch wenn ich eben keinen Jersey mit ihr verarbeiten oder kunstvolle Zierstiche aufs Nähwerk setzen kann.
Ich würde gerne sagen, dass ich mir daher für dieses Jahr keine großen Pläne vorgenommen habe. Aber dann müsste ich wohl doch irgendwie lügen.

Im Juni vergangenen Jahres habe ich eine Patchworkdecke angefangen. Und eben jene nehme ich mir als Jahresprojekt vor. Ich meine mich zu erinnern, dass ich sowieso mal meinte, dass ich plane, damit bis Ende 2014 beschäftigt zu sein.
Bei Natron&Soda wurde dann von Gluglu (von der auch dieses tolle Logo stammt!) das Jahresprojekt „Unfold your blanket“ gestartet, bei dem ich mich mit meiner angefangenen Decke dran hängen darf. Bedingung: mindestens zum Ende eines Monats muss man eine Statusmeldung geben und Bericht erstatten. Fair, wie ich finde. Und für mich hoffentlich Ansporn genug, die Decke wieder aus der Kiste zu holen und weiter zu arbeiten. Denn seit Oktober habe ich daran überhaupt nichts gemacht.
Stand der Dinge ist also dieser:
 
Auf dass ich mich in einem Jahr in meine neue Decke kuscheln kann.

Keine Vorsätze sondern viel mehr Ziele für 2014 sind: endlich
Double Unders und 20 Pull ups schaffen. Die Boxjumps habe ich ja sogar noch im Dezember gemeistert (reine Kopfsache, aber das zu Wissen hilft einem überhaupt nicht, wenn man davor steht und sich der Kopf weigert, den Absprungbefehl an den restlichen Körper weiter zu geben…).