Sonntag, 28. Oktober 2012

Halloween naht!

Ich habe wieder geswappt. Diesmal im Zeichen des nahenden Halloweens kommenden Mittwoch. Ich bin nun mittlerweile im erlauchten Kreis der Dreißiger und habe nie wirklich Halloween gefeiert - dennoch liebe ich diesen "Feiertag" über alles und zelebriere ihn heimlich doch täglich.

Bei diesem Swap durfte ich die liebe Claw beglücken. Nach erstem Lesen ihres Steckis hatte ich schon einen groben Plan. Nach dem zweiten Lesen, verfestigte sich dieser. Und nach dem dritten Lesen stand der Plan endgültig fest.

Zum einen bekam sie von mir einen Mug Rug. Wer nicht weiß, was das ist: nicht so schlimm. Ich musste es auch erst selber googeln: hinter diesem englischen Begriff versteckt sich ein Platzdeckchen für die Tee/Kaffeetasse und Kekse. Warum man auch immer einen englischen Begriff verwenden muss, wenn man ein Platzdeckchen meint.







Meine ganz besondere Idee war eine gequiltete Kuscheldecke. Das Adjektiv "besonders" bekommt die Idee deshalb, weil es für einen Mini-Swap eigentlich viel zu groß und zu aufwendig ist. Aber mir gefiel die Idee und nach einigen Skizzen hatte ich dann auch das Design, welches ich direkt so umgesetzt habe.

Claw hat zum Glück die gleichen favorisierten Farben wie ich, daher hatte ich das meiste an Material auch daheim. An Arbeit stecken etwa 40 Stunden drin, aber ich bin von dem Ergebnis total begeistert.
Am liebsten hätte ich die Decke direkt selber behalten.


Ich habe natürlich auch schon mein Paket bekommen.
Neben einigen Leckereien gibt es ein Nadelkissen fürs Handgelenk, eine Handtaschen Voodoo-Puppe, eine Fledermaus und ein Monsterkissen. In den Mund des Kissens kann ich mein Ohr betten und höre so nicht das starke Rauschen meines Tinitus in der Einschlafphase. Ich habe mich wahnsinnig über dieses Paket gefreut.



Dieser Post erklärt vielleicht auch, warum es momentan doch ein wenig stiller hier ist: ich swappe momentan eine ganze Menge und bin nach Feierabend meist am Werkeln. Doch heute setze ich mich wieder an meine Hose für das Betriebsfest: ich habe immerhin nur noch 11 Tage. Herrje!

Montag, 22. Oktober 2012

Erster Rückschlag

Ich habe einen ersten und fiesen Rückschlag zu verbuchen.

Ich habe mich endlich mal an den Zuschnitt der Bermuda-Shorts gemacht. Auf ein Probestück verzichte ich, ich gebe 2cm Nahtzugabe dazu und sollte es irgendwo knapp werden, kann ich aus dieser ja noch einiges rausholen.

Nach dem Zuschnitt habe ich dann auch flux angefangen zu nähen und war begeistert, dass die Hose an sich eigentlich nicht schwer zu nähen ist - immerhin hat sie ja auch keine trickigen Details.
Als ich dann beim Zusammennähen der Bein-nähte war, der Schock: ich habe die beiden Hinterbeine identisch verarbeitet! Soll heißen....ich habe zweimal ein linkes Hinterbein. Ich grübelte, ob ich die Nähte bei den Abnähern wieder aufbekomme, ohne beim Stoff Fäden zu ziehen. Verwarf dies aber direkt als hoffnungsloses Unternehmen. Also der Ausweichplan: Stoff nachkaufen. Mit einem Verschnittrest ging ich zu meinem Stoffladen, doch der Rest aus der Restekiste war scheinbar wirklich der allerletzte Rest. Also spontane Notlösung: ich fange von vorne an. Mit neuem Stoff. *seufz*

Meine Ausbeute daher:


Diesmal ist es ein Schurwolle-Polyester-Mischgewebe. Und ich habe nur noch 18 Tage Zeit.

Ich habe daraus eine Lehre gezogen: ich nähe nie wieder, wenn ich Migräne habe.

Aber zum Glück kann ich einen kleinen Erfolg verzeichnen, was mir ein wenig den Zeitdruck nimmt. Ich habe mich für das "Obenrum" entschieden.
Die letzten beiden Wochen nutzte ich, um nach einer schwarzen Bluse Ausschau zu halten. Und habe eine gefunden, die schön schlicht ist (irgendwie habe ich das Gefühl, dass momentan Blusen wahlweise mit viel Rüschen, Ausschnitt bis zum Bauchnabel, transparenten Stoffen und/oder Abnäher, die irgendwo aber nicht da wo sie sollten sitzen, schwer in Mode sind).






Und sie hat mich inklusive Versand gerade mal 18€ gekostet.
Sie wurde zwar als "figurumspielend" angepriesen, aber an meiner Püppi sieht man das nicht unbedingt.
Aufgrund des Zeitmangels werde ich an der Bluse keine Änderungen vornehmen. In Zukunft aber werde ich sie dezent meinem Geschmack und meinem Stil anpassen.

Für das Betriebsfest aber plane ich, eine Weste zu tragen.



Mit der Weste greife ich noch einmal das "Detektiv-Motiv" auf, welches sich für mich ja schon in der Hose verbirgt. Die Weste erinnert mich an die alten Sherlock Holmes Darstellungen.
Meinen Tribut an den wesentlich modernen Sherlock werde ich aber bestimmt auch noch irgendwann zollen.

Sonntag, 14. Oktober 2012

Geplantes Beinkleid

Probleme sind Möglichkeiten, eine Lösung zu finden.

Getreu diesem Motto habe ich die letzten Tage genutzt, um mir ein paar Gedanken bezüglich meiner Kleidung für das Betriebsfest zu machen. Und blieb letzten Endes bei der Idee hängen, die sich bereits beim Tippen des letzten Posts manifestiert hatte.

Ich trage im Alltag Rock. Immer. Naja, fast. Als ich letztes Jahr auch öfter mal beruflich ins Kühlhaus musste, trug ich auch Jeanshosen. Auch wenn ich glaube, dass ich mit Strupfhose und Rock wesentlich weniger gefroren hätte. Aber habt ihr schon einmal versucht einen Weißanzug über einen Rock anzuziehen? Glaubt mir, das ist nicht mölich.
Also normalerweise trage ich im Alltag Rock. Daher war meine Idee, eben weil Abendbekleidung etwas Besonderes sein soll und ich keine Kleider trage, eine Hose zu tragen. Als ich das erste mal letztes Jahr mit einer Hose auf der Arbeit war, waren die meisten meiner Kollegen sichtlich irritiert. Es fiel sofort auf. Daher finde ich die Idee sehr passend, anstelle eines klassischen Rockes eine Hose zu tragen.

Ich kann mich an Detektivgeschichten von Sherlock Holmes und Die Drei Fragezeichen erfreuen, Tim und Struppi sind nicht so ganz mein Ding. Wie komme ich denn jetzt auf den Trichter?
In der Dezemberausgabe der Burda 2011 gab es eine Modell-Strecke zu den letztgenannten. Und ein Modell hatte mir damals auf Anhieb gefallen. Die Bermuda-Shorts 111A.







Bermuda-Short klingt natürlich nicht nach einer angemessenen Abendbekleidung. Das sehe ich ganz genauso. Ich glaube aber, dass die Stoffwahl eine ganze Menge retten wird. In der Restekiste meines örtlichen Stoff-Anbieters lag vor einigen Monaten 1.2m des oben gezeigten Anzugsstoffes (ich tippe auf Schurwolle), den ich einfach nicht dort lassen konnte. Und genau 1.2m Stoff brauche ich für die Hose. Perfekt!



Bei einem kurzen Beinkleid wird man meine Schuhe sehen. Da ich einen etwas ungewohnt geformten Frauenfuß habe, kann ich nur Skechers oder Rangers tragen.
Auf Arbeit schwöre ich auf meine bequemen Skechers, aber sie sind auch wirklich nur bequeme Alltagstreter. Nichts für einen Abend mit Dresscode.
Das sind meine Rangers allerdings auch nicht, zumal ich mich von meinen geliebten 3-Loch abnutzungsbedingt trennen musste. Demnächst möchte ich mir zwar wieder neue holen, aber ich erinnere mich nur ungerne daran, wie lange ich brauchte, um sie einzulaufen und wie schmerzvoll es war.
Daher werde ich meine Stiefel tragen - aber kaschieren. Und auch hier weiß Burda mal wieder Rat:







Diese Gamaschen hält die Burda 01/2010 parat. Meine Version wird allerdings nur ein bißchen höher als die Stiefel selber und komplett schwarz ohne Kontrast. Da ich im Winter immer schwarze blickdichte Strumpfhosen (zusammen mit meinen Röcken) trage, erhoffe ich mir, dass die Gamaschen gar nicht so sehr auffallen werden und man den Schummel mit den Stiefeln nicht sofort erkennt.


Soweit schon mal der halbe Plan fürs Outfit. Für Obenrum mache ich mir konkretere Gedanken, wenn ich das Untenrum gestemmt habe. Ein paar Ideen habe ich aber zum Glück bereits schon.

Dienstag, 9. Oktober 2012

Schwarz mit Stil


Ich bin ich, und zwar zu jeder Zeit und zu jedem Anlass. Zu mir gehört die Farbe Schwarz (und ein bisschen Grün), meine Stiefel und ein unkonventionelleres Auftreten (zumindest ein bißchen).
In Kleidung, in der ich mich nicht wohl fühlen kann, drückt sich meine Abneigung gegen diese direkt in der Körpersprache aus. Ich möchte mich nicht verstellen und damit erzielen, dass andere Menschen einen zur Schau getragenen Aspekt von mir schätzen, der mich einfach nicht repräsentiert.
Und dennoch muss ich mich auch gesellschaftlichen Konventionen beugen. 

Nächsten Monat zum Beispiel gehe ich auf unser Betriebsfest und es gilt zwar offiziell keine Kleiderordnung, aber Bilder der letzten Jahre und Rücksprachen mit Kollegen verrieten, dass es eine ungeschriebene Kleiderordnung gibt. Diese wird auch von den Männern größtenteils eingehalten. Und ich bin schon ein wenig stolz auf „meine Jungs“, denn unsere Abteilung machte auf den gesehenen Bildern wirklich stiltechnisch die beste Figur. Das erwartet man nicht von einer Betriebs-EDV; sitzen wir doch nach Klischee im Keller, essen Chips, trinken Cola und tragen zur seltsamen Frisur noch seltsamere T-Shirts.
Ich gestehe aber auch, dass „meine Jungs“ so stilvoll aussahen, weil keine Frau dazwischen saß. Denn so sehr sich die Herren Mühe gaben, wirklich fein auszusehen, haben es die meisten Damen doch vernachlässigt. Sehr schade fürs Gesamtbild.

Das Gesamtbild ist es, weswegen sich mir die Frage stellt, wie ich der ungeschriebenen Aufforderung der angemessenen Abendkleidung und meiner eigenen Persönlichkeit gerecht werden kann. Denn verkleiden mag und werde ich mich nicht.

Derartige Situationen waren damals Grundlage einer Idee, eine Plattform für das Schwarzvolk zu bieten, die vor genau solchen „Problemen“ stand und eine Lösung sucht und/oder findet und präsentiert. Denn es ist wirklich nicht leicht, den schmalen Grat zwischen gesellschaftlicher Konvention der angemessenen Kleidung und der eigenen Persönlichkeit zu finden.
Aus vielerlei Gründen wird es diese Plattform aber nicht geben. Und so bleibt die schwierige Aufgabe der Gratwanderung jedem selbst überlassen – sofern man sich dieser Aufgabe stellen mag.

Ich hoffe, ich konnte verdeutlichen, welche Idee mit welcher Intention mich momentan beschäftigt.
Denn ich möchte mich bzgl. Kleidung eben dieser in nächster Zeit wieder widmen. An dieser Stelle möchte ich natürlich nicht zum Ausdruck bringen, dass meine sonstigen und bisherigen Kleidungsstücke diesem Anspruch nicht genügen.
Es sind Alltagskleidungsstücke, mehr aber auch nicht.
Sie genügen einfach nicht dem Anspruch einer „angemessenen Abendkleidung“. Denn neben Betriebsfesten gibt es ja auch Hochzeiten, Jubiläen und viele weitere gesellschaftliche Anlässe mit Dresscode, die mir gerade nicht einfallen.

Für mich steht eigentlich nur eines fest: ich werde zu derartigen Anlässen kein Kleid tragen. Aus einem ganz einfach Grund: ich trage keine Kleider. Es passt auch irgendwie nicht zu mir. Eigentlich schwebt mir auch eher eine Kombination aus Kleidungsstücken vor, die ich getrennt voneinander auch im Alltag tragen könnte, ohne direkt overdressed zu sein. In Kombination aber  sollten sich auch nicht underdressed sein. Speziell Abendkleider dienen ja dem Zweck, die Frau darin besonders zu präsentieren. Daher ist die Wahl des Schnittes und des Stoffes auch eher auffällig und pompös. An diesem einen Abend des Ausführens soll ein Abendkleid die Frau in den Mittelpunkt stellen.
Genau dies möchte ich nicht erzielen. Ich möchte mich nicht präsentieren, mich nicht in den Mittelpunkt rücken. Dies dürfen sehr gerne jene Damen übernehmen, die „der Typ dazu“ sind. Ich schaue auch gerne hin, wenn eine Frau im passenden Kleid da ist. Mein eigener Stil aber ist es nicht. Und gerade diesen will ich bei der Wahl meiner Garderobe doch beibehalten.


Ihr seht, das wird kein leichtes Spiel für mich. Es wird eine Menge Gehirnschmalz einfordern. Und dabei habe ich bzgl. des Betriebsfestes nur noch knapp vier Wochen Zeit. Vier Wochen, die eigentlich auch schon gut verplant sind.