Donnerstag, 28. Juni 2012

Für die Schöne das Schönste!

Es ist endlich vollbracht! Das Kleid ist fertig.
Viel gemacht musste ja nicht mehr werden: nur noch die Länge festlegen und die Ränder mit grünem Schrägband einfassen.

Ich bin irgendwie ein klein wenig stolz auf mich...

Das Resultat:




An die Rückenlasche habe ich ein kleines Bändchen mit Äpfeln genäht.Quasi mein neues Label :)
Viele weitere Bilder folgen hoffentlich bald mit lebendigem Inhalt. Hach, ich freu mich so, dass ich meiner Frau O. damit hoffentlich eine Freude mache.

Sonntag, 17. Juni 2012

Für die Schöne das Schönste - Der Endspurt

Immer mehr verliebe ich mich in das Kleid, welches ich aber bald aus den Händen geben werde....*seufz*

Gestern habe ich das Kleid nach der Anleitung von Burda soweit zusammen genäht (wobei ich die Seitennähte schlos und die hintere Mitte des Oberteils offen ließ), dass ich das Korsett "einhängen" konnte und das Korsett mit dem Kleid an der oberen Nahtzugaben zusammen genäht habe.

Beim Kleid habe ich bei der hinteren Mitte des Oberteils eine Nahtzugabe von jeweils 4cm gegeben. Diese Nahtzugabe habe ich umgeschlagen und hinter den letzten Stab der hinteren Mitte fest geheftet.



Für einen Untertritt habe ich einen doppeltbreiten Streifen Stoff zugeschnitte, in der Mitte zusammen gefaltet und die beiden kurzen Enden aufeinander gesteppt. Nach dem Wenden und ausbügeln fasste ich die offene Kante mit Schrägband ein.


Den Untertriff habe ich ebenfalls mit der eben abgesteckten Naht zusammen an das Korsett und Kleid gesteppt.



Im Anschluss werden noch gleichmäßig Ösen eingeschlagen.


Damit meine liebe Frau O. in das Kleid steigen kann, habe ich unterhalb des Korsetts im Rockteil einen Poloverschluss eingebaut.
Und somit kann ich es dann auch meiner Püppi anziehen.



Und die Ansicht von Hinten:


Jetzt fehlt nur noch eine Passprobe meiner Frau O. damit ich die obere Kante und die Länge des Kleides festlegen kann. Dann wird nämlich nur noch grünes Schrägband angenäht.

Schon jetzt hibbel ich dem Augenblick entgegen, in welchem ich Frau O. in diesem Kleid bewundern kann. *erneut seufz*


Mittwoch, 13. Juni 2012

Für die Schöne das Schönste - Korsett fertig

Die letzten beiden Abende habe ich unter anderem damit zugebracht, den Stahl für das Korsett abzulängen.
Ich verwende immer Flach- und Spiralfederstahl.

Ablängen tu ich ihn mit Meterband und Seitenschneider und mit der Spitz- und Kombinationszange werden dann die kleinen Käppchen auf die Stahlenden gedrückt. Das geht mir immer gewaltig in die Hände, daher habe ich das auf zwei Abende verteilt.

Zwei abgelängte Stahlstäbe

Nachdem ich mir versichert hatte, dass ich mit meiner Nietenzange noch an die Stelle komme, an die später die Ösen für die Schnürung eingeschlagen werden, wenn der allerhinterste Stahlstab eingeschoben ist, habe ich das untere Ende des Korsetts mit Schrägband eingefasst.

Das ganze wirkt an meiner Püppi nun mit Stahl schon wesentlich mehr nach Korsett!



Der nächste Schritt ist dann der Zuschnitt des eigentlichen Kleides. Als Deadline habe ich mir übrigens den 24.06. gesetzt - ich habe also noch 13 Tage.

Sonntag, 10. Juni 2012

Für die Schöne das Schönste - das Korsett

Alternativer Titel wären Frustnähen oder Therapeutisches Nähen.

Ich habe den Rock für die Tonne genäht. Was ich genau gemacht habe, weiß ich nicht - aber es passte hinten und vorne nicht. Fazit: neuer Stoff bestellt.
Damit ich aber wieder ein Erfolgserlebnis habe, setzte ich mich an Frau O.'s Ballkleid. Geschafft habe ich heute dann das Korsett-Futter. Es besteht aus zwei Lagen schwarzer Baumwolle. Zwischen diese beiden Lagen werden später die Stäbe eingeschoben und insgesamt wird es mit dem eigentlichen Kleid verstürzt, so dass ich letzten Endes wieder ein dreilagiges Korsett erhalte.
Der Schnitt ist derselbe wie der zum Kleid - logischerweise.
Meine einzelnen Korsett-Paneele nähe ich wie folgt zusammen:

An die vordere Mitte hefte ich die nächste Paneele an, indem ich Futter rechts auf rechts aufs Futter und Innenfutter rechts auf rechts aufs Innenfutter hefte und dann feststeppe.


Dann klappe ich die angenähte Paneele um, bügel die Naht aus und steppe sie knappkantig ab.

Und parallel zu dieser Naht kommt ein Tunnel für einen Stab.

Ich setze im Vergleich zu Kaufkorsetts ziemlich viele Stäbe ein. In dieses Korsett kommen insgesamt 18 Stäbe bei gerade mal 7 Paneele. Daher steppe ich pro Paneel noch den ein oder anderen Tunnel für einen Stab auf.

In die Vorderhälfte kommen vier Flachstahl-Stäbe, um den Bauch wirklich flach zu modellieren (auch wenn Frau O es nicht braucht).

An meiner Püppi drapiert sieht es nun wie folgt aus:


Bei Zeiten wird dann der Stab angelängt und das eigentliche Kleid zugeschnitten. Es geht voran!

Montag, 4. Juni 2012

Für die Schöne das Schönste - der Tüllrock

Nachdem ich gestern so erfolgreich auf dem Stoffmarkt war, was die Materialbeschaffung für Frau O.'s Kleid betrifft, konnte ich gestern einfach nicht umhin, mit dem Tüllrock anzufangen. Dies hat zwei Gründe:

1. ich fürchte Tüllunterröcke! Letztes Jahr habe ich mir einen Petticoat genäht und bin fast wahnsinnig dabei geworden.
2.  der Tüll muss nicht vorgewaschen werden und war somit direkt einsatzbereit.


Den Tüllrock habe ich exakt nach Anleitung von Burda genäht...bis zu dem Teil, an dem die Tüllbahnen gerüscht werden.
Denn, warum auch immer, ich scheitere immer am Rüschen. Jedes mal, wenn ich die Mehrweite gleichmäßig aufgerüscht habe, zerreiße ich das beim Annähen, so dass ich Stellen ohne und Stellen mit ganz viel Rüschen habe. Daher habe ich diesmal die Mehrweite in Falten verteilt. Da die Rüschenbahnen 2,1mal so lang waren wie die Stelle, an der sie am Tüllrock angebracht werden sollten, habe ich mich dazu entschieden, alle 5cm eine 3cm tiefe Falte abzustecken. Und damit die Nadeln nicht aus dem Tüll rutschen, habe ich den Tüll auf einem Schrägband angenadelt und schließlich auch aufgenäht. Hat gar nicht so lange gedauert, wie ich befürchtet hatte und das Ergebnis sind gleichmäßige Rüschen (naja, eher Falten).




Und dies brauche ich dann nur noch an den Tüllrock anbringen.



Puh, ich finde, das ist mir besser als jemals zuvor gelungen.
Und damit habe ich den Teil des Kleides hinter mich gebracht, den ich wirlich gefürchtet hatte.