Mittwoch, 23. Mai 2012

Being like you are

Letzte Woche bereits hatte ich bei meinem Cordrock den Druckknopf eingeschlagen und diesen somit fertig genäht.
Hier möchte ich nun einmal meine Version mit der von Burda 10/2011 vergleichen.

Genäht hatte ich das Modell 102.

Im Heft präsentiert wurde es mit folgendem Bild:






Ich sah dieses Bild und dachte mir nur: *IRGS*
Und erst die schematische Zeichnung hat mich auf diesen Rock aufmerksam gemacht.

Meine Version ist aus schwarzem Cord und 15cm länger.


Darüber hinaus habe ich noch einen Druckknopf als Verschluss angebracht und dazu den Übertritt am Bund ein wenig verlängert.

Auch habe ich die Taschen doppelt abgesteppt und meiner Version noch Gürtelschlaufen verpasst.


Ich hatten diesen Rock jetzt zwei Tage an und ich liebe ihn! Er sitzt 1a. Nur in der Länge hätte ich ihn auch gut 5cm kürzer machen können, aber das stört auch nur, wenn ich mal über Möbel steige - was halt dann doch selten vor kommt.



Heute war Frau O. zur Passprobe ihres Kleides da - es passt sehr gut. Der Schnitt des Kleides muss nur beim Corsagenteil angeglichen werden - um zwei Zentimeter länger.
Auch bei der genauen Umsetzung haben wir gegen einen grünen Tüllrock entschieden. Der Tüllrock wird schwarz, wie das Oberkleid. Das Kleid selber bekommt einen grünen Kontraststreifen in Saumnähe. Ob wir die Kanten der Corsage mit grünem Schrägband einfassen oder aber die Schnürung grün machen, das haben wir noch nicht fest gelegt.



Sonntag, 20. Mai 2012

mela im Rock-o-cko


Am Freitag war endlich meine Bestellung bei Buttinette im Haus und ich konnte meinen Cordrock endlich fertig stellen. Es hatte ja nur noch ein Druckknopf gefehlt. Voilà:


Ich trage den Rock gerade und habe ihn zu einer meiner Lieblingsteile ernannt. Demnächst zeige ich euch mal einen Vergleich zwischen meiner und Burdas Version ;)


Donnerstag, 17. Mai 2012

Für die Schöne das Schönste - Teil 1

Ich hatte es neulich ja schon angedeutet und die Schnittteile für das Probestück gezeigt: momentan nähe ich für meine liebe Frau O. ein Kleid für einen Abschlussball.
Ziel ist es, ein Kleid zu kreieren, welches diesem Zweck angemessen ist, aber auch mal auf einer schwarzen Party getragen werden kann.

In der Goldgrube Burda Easy Fashion (also die allererste Ausgabe) wurden wir fündig:


Natürlich wird die Farbe erst einmal angepasst: das Kleid wird schwarz (oh Wunder), der Tüllunterrock grün. Allein wegen dieser Farbwahl mag ich meine Frau O. doch gleich noch einmal doppelt.

Auch der Schnitt wird angepasst.


Das Kleid wird zu einem Korsettkleid umgebaut. Dazu trenne ich das Kleid in zwei Teile - einmal das Corsagenoberteil (hier habe ich den Schnitt weitesgehend übernommen - Abnäher wurden zu Teilungsnähten und in der Taille habe ich eine Reduktion eingebaut) und der Rockteil.

Probeteil ist zugeschnitten und genäht. Da ich heute gesundheitlich angeschlagen bin und ein wenig krächze, muss meine stumme Mitbewohnerin als Model herhalten. Eigentlich wollte ich heute mit Frau O. eine Passprobe machen, die ich aber verschiebe.


Beim Anziehen habe ich bemerkt, dass die Taille ein wenig eng ist, um es evtl. über den Hintern zu ziehen oder um es über die Brust zu bekommen. Aber ein lebender Mensch ist ja auch ein wenig beweglicher als eine Püppi und hat auch besser verteilte Proportionen. Zumindest die meisten.

Dienstag, 15. Mai 2012

Rock und Kleid

Am Sonntag konnte ich doch nicht anders und habe den Rock soweit fertig gemacht - und saugte dabei um die einhundertmal meine Wohnung.

Am Bund habe ich noch fünf Gürtelschnallen angebracht (drei hinten, zwei vorne) und den Saum habe ich auch schon fertig. Es kann nichts, aber auch wirklich nichts mehr fusseln.


Nur mal ein kleiner Einblick in meine Saugwut: zum Säumen musste ich den Rock einmal anprobieren, um die endgültige Länge festzulegen. Also habe ich  meinen Rock auf links gedreht und die Vorderhälfte des Rockes abgesaugt, dann das Bügelbrett abgesaugt. Die so eben entfusselte Seite aufs Bügelbrett gelegt und die Rückseite des Rockes abgesaugt - den Rock auf rechts gedreht, eine Seite mit Staubsauger (es lebe der Bürstenaufsatz!) entfusselt. Das Bügelbrett wieder abgesaugt und die letzte Seite des Rockes entfusselt. Nur zum Säumen.

Es fehlt noch ein Druckknopf am Bund. Da warte ich aber noch eine Lieferung, die hoffentlich bald die Tage hier eintrudelt :)

Damit ich mich bis dahin nicht langweile, habe ich schon mal das nächste Näh-Projekt angefangen: ein Ballkleid für meine Liebe Frau O.
Hier erstmal nur der Zuschnitt des Probekleides:



Es wird ein Korsettkleid mit Tüllunterrock. Der Schnitt stammt ursprünglich aus einer Easy Fashion von Burda. Irgendwie schaffe ich es ja nie, die Schnitte so zu verarbeiten, wie Burda Style es vorsieht....
Das Preobeteil habe ich auch schon zusammen genäht und es wartet darauf, am Donnerstag einmal Probe getragen zu werden. Also davon später mehr und vor allem ausführlicher :)

Sonntag, 13. Mai 2012

Cord ist Krieg

Heute Vormittag habe ich ein wenig an meinem Rock weiter genäht.

Die Hüftpassentaschen habe ich nach Anleitung angenäht (den Tascheneingriff aber habe ich wie die rückwärtigen Taschen abgesteppt) und die Seitennähte geschlossen.



Der Stoff fuselt echt wie Hölle! Die ganzen Fasern und Flocken machen mich wahnsinnig. Ob ich heute noch den Bund annähe, weiß ich noch nicht. Mal schauen, ob ich dazu noch die Lust aufbringen kann. Erstmal aber werde ich hier saugen. Da wird man ja ganz verquer im Kopp....


Heute hat meine Mama auch meine Patchwork-Tischdecke bekommen. Und sie freut sich :)

Ich mag die bunten Crazys total gerne.

Samstag, 12. Mai 2012

Man lernt niemals aus

Im Januar 2008 war ich überdrüssig davon, dass ich nie die Kleidung fand, die ich gerne hätte. Und fasste den Entschluss, "einfach" selber jene zu nähen. Nach über vier Jahren - und ich blicke auf eine Menge selbstgenähter Kleidung von Wintermantel, Blazer, Röcke bis zu Korsetts zurück - aber beginne ich heute nun das erste mal, einen Rock zu nähen, der mit einem Reißverschluss wie bei Hosen geschlossen wird. Man lernt halt nie aus und hat immer mal wieder eine kleine Premiere.

Ich nähe momentan das Modell 102 aus der Burda Style 10/2011.
Nachdem ich ein Probeteil erstellt habe, das sowohl meiner Stummen Mitbewohnerin als auch über meinen Hintern passte, kann es nun ja richtig los gehen :)

Meine Version werde ich aus schwarzem Cord nähen, den ich letztes Jahr auf dem Stoffmarkt erstanden habe.

Der hintere Teil des Rockes war schnell genäht. Mit Ausnahme der aufgesetzten Taschen habe ich mich exakt an die Anleitung von Burda gehalten.






Die aufgesetzten Taschen sollten laut Burda Style einmal mit 7mm Abstand zur Kante angesteppt werden.
Ich habe mich aber dafür entschieden, sie einmal sehr knappkantig aufzusteppen und dann einmal mit 1cm Abstand zur Kante.
Zum einen finde ich das so schöner und zum anderen habe ich damit auch meine Nahtzugaben komplett mit gefasst, da ich nur mit 1cm breiter Nahtzugabe arbeite.



Bei der Vorderseite habe ich dann erstmal die Mittelnaht bis zum Schlitz zusammen genäht.
Im Anschluss den angeschnittenen Schlitzbesatz umgebügelt. An der rechten Vorderhälfte entlang der Mitte und bei der linken Vorderhälfte 0,5cm vor der Mitte.



An die linke Stoffkante hefte ich entlang der Bügelkante den Reißverschluss und steppe dicht neben den Zähnchen den Reißverschluss fest.




Dann klappe ich die linke Rockhälfte rechts auf rechts auf die rechte Rockvorderhälfte, so dass auf der linken ("inneren") Seite das noch lose Reißverschlussband auf dem rechten Schlitzbesatz liegt. Dies steppe ich dort fest, ohne die vordere Rockhälfte mitzufassen.



Ich arbeite mit Schlitzuntertritt. Also falte ich bei diesem die Längskanten rechts auf rechts aufeinander und die kurze Seite wird abgesteppt (ich habe eine Rundung eingesetppt). Einmal Wenden, Bügeln und die Längsseiten gemeinsam versäubern.



Nun steppt man von rechts entlang der Markierungen auf dem Schnitt parallel neben der vorderen Mitte, bis ca 3cm vor Schlitzende.  Dann  heftet man bei der linken Rockvorderhälfte den Untertritt an das Reißverschlussband und zwar so, dass die versäuberte Kante des Untertrittes exakt auf der Kante des Reißverschlussbandes liegt und steppt diese aneinander - ohne die Rockvorderhälfte mit zufassen.



(mein Untertritt liegt hier auf dem Bild noch zu weit oben)

Dann steppe ich von rechts entlang der Markierungen den Bogen bis zum Schlitzende weiter und fasse dabei den Untertritt mit.

Fertig!


Wenn ich das so lese, dann erscheint mir das alles so leicht und schnell gemacht. In Wirklichkeit saß ich aber zwei Stunden daran ;)


Mittwoch, 9. Mai 2012

Meine Nähmode vs. Burda Style


Gestern feierte ich hier im Stillen mit meinem Technik-Fraggel eine Premiere: meine erste Meine Nähmode flatterte in meinen Briefkasten. Auf diese Zeitschrift bin ich durch das Forum von Natron & Soda gestoßen und habe sie, da ich sie hier nirgends finden konnte, direkt mal ungesehen ins Jahresabo genommen.
Zeitgleich lag auch dank Abo die aktuelle Ausgabe der Burda Style im Briefkasten, so dass ich die beiden Zeitschriften direkt vergleichen kann.

Der erste entscheidende Unterschied ist, dass Meine Nähmode einmal im Quartal erscheint, die Burda Style monatlich.

Preislich nehmen sich die beiden Zeitschriften nicht viel - eine Ausgabe der Meine Nähmode kostet glatte 5€, für eine Burda Style legt man 4,90€ auf den Ladentresen. Im Jahr also bezahle ich für das eine Abo 20€ und für das andere Abo 58,80€. Naja, das möchte ich aber dennoch nicht als Grundlage nehmen, um einer Zeitschrift den Vorzug gegenüber der anderen zu geben.

Vergleiche ich beide Zeitschriften auf den ersten Blick, so gefällt mir an Burda Style das qualitativ hochwertigere Papier besser. Pluspunkt definitiv für die Burda (0:1).

Beim ersten oberflächlichen Überfliegen fällt mir auf, dass in der Meine Nähmode keine Werbung drin ist, hingegen stört mich diese bei der Burda Style schon sehr - dieser Punkt also geht an Meine Nähmode, 1:1.

Nun geht es ans Eingemachte :) Bei einer Nähzeitschrift liegt mein Fokus natürlich bei den Schnitten, die vorgestellt werden.
In Meine Nähmode werden Schnitte von Simplicity vorgestellt, in denen die Nahtzugaben bereits im Schnitt enthalten sind. In der Burda Style werden selbstredend Schnitte von Burda verwendet.
Ich persönlich habe bisher nur Schnitte von Vogue und Burda vernäht, kann also nichts über die Passgenauigkeit der Schnitte von Simplicity sagen. Bei Burda weiß ich, dass mir die Schnitte vorne und hinten nicht passen und ich immer einige Änderungen vornehmen muss.
Hier geht wegen der enthaltenden Nahtzugaben der Punkt ebenfalls an Meine Nähmode - 2:1.

Nun die einzelnen Schnitte.
Bei der Burda Style fällt mir auf, dass im Grunde fast jedes Teil bereits als Variation in den vorangegangenen Heften enthalten war, mit Ausnahme der bodenlangen Röcke. Auch ist figurschmeichelnd irgendwie anders - Sackmode passt hier wunderbar als Begriff. Da ich auf einer alten Pfaff 210 nähe, die keine Jerseys verarbeiten kann, fallen für mich viele Schnitte momentan einfach noch unter den Tisch. Auch mit den Reste-Verwerte-Tipps kann ich diesmal nichts anfangen (einen Teddybären im Schlafsack??? Oder einen Sitzsack aus Jeanshosenreste - also hier geht das Recycling für meinen Geschmack dann doch zu weit).
In der Kollektion "Sonnige Urlaubsgrüße" gibt es sehr altbacken wirkende Kleider und Tops, deren Ausschnitt irgendwie dahin geschmuddelt aussieht. Balihosen sind nicht so mein Ding. Und an Kindermode bieten sich hier auch nur Mädchenkleider zur Wahl - als würden Burda-Leser(-innen) nur Mädchen bekommen.
Die "Into the Wild"-Kollektion irritiert mich auf den ersten Blick durch die Farbwahl - helle Farben? In der Wildnis würde ich ja eigentlich eher auf dunkle Pastelltöne setzen. Na gut. Die vorgestellten Westen betonen meiner Meinung nach nicht die Weiblichkeit - eher im Gegenteil. Der Rest mag größtenteils so gar nicht meinen Geschmack treffen. Den ein oder anderen Schnitt aber finde ich nicht schlecht, zum Thema aber unpassend. Eine Jacke wandert aber nichts desto trotz bei jeder Betrachtung weiter nach oben in meiner Beliebtheitsskala - jedoch wollte ich erstmal keine Jacken mehr nähen.
In "Der geheime Garten" entdecke ich den oben genannten bodenlangen Rock, den ich sehr schön aber wenig alltagstauglich finde (den Rock zieht man doch nur durch den Dreck!).
Aber wieder finde ich hier Oberteile mit gerafftem Ausschnitt oder mit den Falten am Ausschnitt, der bereits in den letzten Ausgaben zu genüge verwurstet wurde. Die Kleider und Jacken sind eher sackig denn "feenhaft" - was zumindest ich ob des Namens erwartet hätte.
In "City Lights" erwartet mich auch nichts wirklich neues - vielleicht der Rock, den man mit seinen Tunnelzügen beliebig raffen kann. Aber die üblichen Röcke kommen mir bekannt vor. Die Jacken und Hosen erinnern mich dann doch zu stark an Schwangerschaftsmode - worauf ich mit ein wenig Bäuchlein lieber verzichte.
Auf den ersten Blick also bietet sich für mich nur ein Schnitt einer Jacke an. Selbst bei Betrachtung der technischen Zeichnungen mag mich sonst nichts überzeugen.

Apropos technische Zeichnungen: bei Meine Nähmode fällt mir direkt ins Auge, dass nicht alle Modelle mit einer Fotografie vorgestellt werden. Der Großteil ist meist nur als Zeichnung zu sehen. Hm, was ich davon halten soll, weiß ich noch nicht. Zum einen finde ich die genähten Umsetzungen häufig irreführend und entscheide lieber auf Grund der Zeichnung. Andererseits wirkt das nur mit technischer Zeichnung ein wenig lieblos. Hmmmm.

Dank nicht vorhandener Werbung steigt man bei Meine Nähmode direkt bei den Schnitten ein.
Die Miniröcke finde ich zwar nicht besonders originell, aber immerhin warten sie mit witzigen Details wie übergroße Taschen auf. Mir gefällt es. Den ein oder anderen Rock werde ich hier im Blog bestimmt auch mal nähen. Nie auf die Idee bei einem Tellerrock auch mal Nahttaschen einzuarbeiten wäre ich ohne dieses Heft gekommen. Hier war auch die technische Zeichnung hilfreich, denn ohne hätte man das gar nicht erkannt.
Die vorgestellten Kleider sind zwar wie auch in der Burda Style ziemlich sackig, aber mit Modell 27 kommt auch ein ziemlich heißes Teilchen daher. Leider nur bis Größe 38.
Aber auch für „große Größen“ bietet das Heft taillierte Mode – denn Frauen mit Kurven sind durchaus sexy! Allgemein sind in dieser Zeitschrift die Modelle eher auf die Durchschnittsfrau mit Größe 40 ausgelegt.
Sehr gelungen finde ich den Teils mit dem Sommerkleid – bei dem die Zeitschrift einen direkt selber auffordert, bei den vorgestellten Trägerlösungen und Längen selbst ein wenig zu experimentieren – und nicht jede Kombination als neuen Schnitt unter mogeln will.
Bei den Oberteilen mag ich den Tunika-Stil nicht so gerne. Die Hosen kommen alle mit geradem Schnitt daher und sehen weder nach Schwangerschaftsmode noch nach Schlabberhose aus. Auch das gefällt mir – dennoch werde ich wohl erstmal keine solche Hose nähen wollen.
Sehr gefällt mir die Wickelbluse bzw. die Wickelblusen – denn es werden gleich fünf verschiedene Wickelblusen vorgestellt! Und auch noch für große Größen.

Trotz der teilweise lieblosen Darstellung der Modelle geht für mich der Punkt eindeutig an Meine Nähmode – 3:1. Auch wenn das Heft natürlich ebenso wenig wie die Burda das Rad neu erfindet, so überrascht mich doch die Vielfalt der vorgestellten Modelle.

Nachdem ich die Schnitte betrachtet habe, vergleiche ich natürlich auch die Nähanleitungen. Spricht Meine Nähmode vielleicht ein Äquivalent zu Burdanesisch? Nein, das tut sie nicht. Die Anleitungen sind verständlich und jeder Schritt zusätzlich mit einer Zeichnung versehen. Wow! So einen Luxus bin ich aus der Burda Style nicht gewohnt – zumindest als Anfänger tat ich mir mit dem Burdanesisch sehr sehr schwer. Wieder einen Punkt an Meine Nähmode – 4:1.

Wie sieht es mit dem Schnittbogen aus?
Auch wenn es kaum zu glauben ist als Burda-Leser: es geht noch unübersichtlicher! Zumindest ich kann auf dem ersten Blick einfach mal so gar nichts erkennen auf dem Striche-Wirr-Warr der Meine Nähmode. Klarer Sieger hier ist die Burda Style: 4:2.

Mich hat Meine Nähmode wirklich angenehm überrascht – allerdings muss ich auch einräumen, dass diese Ausgabe der Burda Style auch wirklich schwach war. Auch wenn das neue Heftchen in meiner Sammlung wirklich deutlich mit 4:2 im Vergleich gewonnen hat – bei mir haben beide Zeitschriften ihre Daseinsberechtigung im Näh-Regal.
Gespannt aber bin ich auf den nächsten Vergleich im Herbst. Vielleicht lässt meine Euphorie ja auch bereits bei der zweiten Ausgabe wieder nach.

Montag, 7. Mai 2012

Stück für Stück total Verrückt

Meiner Mama hat mein Crazy gefallen, so dass ich ihr eines zum Muttertag schenken werde (was mit ihr abgesprochen ist, daher darf ich das hier ruhig schreiben). Eigentlich habe ich aus geschichtlichen Gründen einen Groll gegen diesen "Feiertag" - doch meiner Mama mache ich gerne eine Freude. Und ich würde sie auch unabhängig von diesem Tag an jedem anderen Tag ehren. Meine Mutti ist halt doch die Beste. Widerworte sind zwecklos.

Diesen Anlass nutze ich dann auch gleich, um genauer zu dokumentieren, wie man ein Crazy herstellt.

Als erstes überlegt man sich, wie groß es denn werden soll. Bei mir wird ein Quadrat von 25x25cm entstehen. Also schneide ich eine Schablone in 27x27cm zu (inkl. Nahtzugaben).Aus der Restekiste ziehe ich einen Stoff heraus und schneide ein Quadrat mittels dieser Schablone zu (ich lasse immer noch großzügig Rand, da ich erst nach Fertigstellung des Quadrats aufs Maß zuschneide).


Nun ziehe ich aus der Restekiste einen kleinen Rest heraus und begradige die Kanten. Damit es interessant wird, wähle ich gerne ein Pentagon oder ein Dreieck. Diese nähe ich mittig auf meinen so eben zugeschnittenen Trägerstoff.



Nun kommt ein weiterer Rest ins Spiel. Am besten einer, der sowieso schon eine gleich lange Kante wie mein grünes Reststück hat (andernfalls halt zurecht schneiden) und nähe es rechts auf rechts an die Kante.


Einmal Ümbegeln und die Kanten angleichen.


Dann einen weiteren Rest nehmen und an eine andere Kante feststeppen.


Nach Ümbügeln wieder die Kanten gerade machen (sehr nützlich dazu finde ich einen Sublimatstift)



Genauso setze ich an jede weitere Kante meines mittleren Reststückes weitere Stoffreste an.


Und dann an die so entstandenen neuen Kanten.


Mit der Form der Reststücke kann man eine ganze Menge spielen und variieren. Momentan vermeide ich noch Rundungen, aber irgendwann möchte ich mich auch daran wagen.

Auf jeden Fall macht man so weiter, bis der Trägerstoff voll ist.



Und dann kann man mit dem so entstandenen bunten Werk lustig weiter arbeiten.

Natürlich kann man ein Crazy auch von Grund auf planen. Aber ich finde es so interessanter, da man wirklich nicht weiß, wie es später aussehen wird. :)
Mehr aber verrate ich von diesem Patchwork nicht, schließlich möchte ich meine Mama doch noch ein wenig überraschen....

Samstag, 5. Mai 2012

Bunt und verrückt - und fertig :)

Vorgestern war ich ziemlich früh auf den Beinen, um meine kleine Wohnung besuchsgerecht aufzuräumen. Dies war schnell erledigt, so dass ich einen kleinen Zeitpuffer hatte, um an meinem aktuellen Patchwork weiter zu arbeiten.


Die bunten Patchwork-Quadrate habe ich mit einer zurechtgeschnittenen Schablone (26x26cm) inkl. Nahtzugabe zurecht geschnitten.



Zwischen die einzelnen Blöcke habe ich einen insgesamt vier Zentimeter breiter Streifen genäht und sie somit zu einem großen Block verbunden. Rund herum kommt ebenfalls ein insgesamt drei Zentimeter breiter Streifen.







Für saubere Kanten und eine schöne Rückseite habe ich das ganze dann mit einem schwarzen Stück Baumwolle rechts auf rechts vernäht und gewendet. Nach einmal ordentlich ausbügeln durfte dann das Patchwork auf seinen für ihn anerdachten Platz.


Mir gefällt es außerordentlich gut und schnell genäht war es auch. Und wunderbar, um seine Restekiste ein wenig zu erleichtern.
Auch meine Mama findet es so gut, dass ich ihr auch eines machen darf.
Dabei werde ich dann auch mal ein wenig ordentlicher und ausführlicher dokumentieren :)

Ich wünsche euch allen noch ein schönes Wochenende!

Mittwoch, 2. Mai 2012

Frühlingszeit - Rockzeit

Mädels (auch wenn ich weiß, dass hier der ein oder andere Mann mitliest...), der Frühling ist da! Und in den letzten Tagen hat er verdammt Lust auf Röcke gemacht (auch wenn ich sie sowieso das ganze Jahr über trage). Und mich hat es dann heute dazu gebracht, den Rock 102 aus der Burda 10/2011 anzufangen.
Im Heft selber ist er gar furchtbar genäht - mit Reptilienkunstleder *brrrrrrrrrrrr*
Aber die Schemazeichnung sieht vielversprechender aus.


Heute während des Backens rädelte ich den Schnitt mit einigen Anpassungen ab (meine Version wird länger, denn ich möchte mich auch mal bücken können) und eben habe ich ihn zwecks Passprobe aus Bomull (Nesselstoff von IKEA) genäht.




Ich mag an dem Rock vor allem die rückwärtige Passe (hier ohne Taschen). Meine Version wird dann aus schwarzem Cord genäht. Der liegt hier noch herum. Aber nun erstmal entspanne ich mich beim Stricken oder Häkeln und einer weiteren Folge von Dr. Who.

Ich wünsche euch allen einen schönen Abend