Mittwoch, 26. Oktober 2011

Ärmel sind Krieg!

Gestern hatte ich einen Tag Urlaub und nutzte ihn, um den zweiten Versuch meiner Military-Jacke zuzuschneiden und natürlich mit dem Nähen zu beginnen.
Zum Abend dann konnte man bereits erkennen, was es werden soll:
 Und heute nach der Arbeit war es soweit: das Einsetzen der Ärmel. Oha! Habe ich die doch das letzte mal total versaubeutelt...
Also in Ruhe hingesetzt und alles ganz langsam und stressfrei in Angriff genommen.
Nach Setzen der Ärmelnähte, heftete ich rechts und links der (imaginären) Nahtlinie mit großen Stichen den Bereich, der eingereiht werden möchte (ist im Schnitt mit zwei Punkten markiert).
Und nun gesehe ich hier die Änderung zum ersten Versuch ein: ich habe mir das Schnittmuster genauer angeschaut und einen Querstrich auf dem Unterärmel entdeckt.
Hier auf dem Schnittmuster natürlich total easy zu erkennen:
 Wie konnte ich das nur beim ersten mal übersehen? Ahhhhh, weil der ganze Schnittmusterbogen natürlich sehr übersichtlich ist!




Und des Weiteren gestehe ich, dass ich immer der Meinung war, dass bei einem Zweinaht-Ärmel ebenfalls eine Naht auf die Seitennaht der Jacke treffen würde. Aber ein etwas genauerer Blick in meine Burda-Nähschule verrät folgendes: "Bei Zweinaht-Ärmeln trifft die untere Ärmelnaht nie auf die Seitennaht, sondern der Querstrich des Unterärmels". Ok, ich habe vor ein paar Wochen gepennt....

Ok, also pinne ich erstmal den Unterärmel am Querstrich auf die Seitennaht und den Oberärmel beim Querstrich auf die Schulterlinie an der Passe. Und dann einmal vom Unterärmel aus bis zu den Markierungen bzgl des Einhaltens festpinnen.

Um die Mehrweite in den Ärmelausschnitt zu bekommen, schiebe ich den Stoff an den Heftfäden zusammen und verteile den Stoff gleichmäßig.


Diese kleinen Fältchen, die sich dabei bilden, muss man "nach oben schieben" - also so, dass man beim Festnähen keine Fältchen einnäht. Ich hefte das ganze einmal mit Heftgarn fest und schaue, wie der Ärmel sitzt.
Die kleinen Fältchen da neben dem Ärmelansatz stammen von der zweiten Heftnaht, also sollen sie mich nicht irritieren.
Angenäht wird das ganze dann mit vollen Fingereinsatz: die Mehrweite möchte beim Annähen rechts und links des Füßchen beiseite geschoben werden.

Und angenäht (aber noch ungebügelt) sieht das ganze dann so aus:
 Und mit zwei Ärmeln sieht das ganze schon noch mehr nach Jacke aus. Und ich bin verdammt erleichtert, dass ich es diesmal hinbekommen habe.


Donnerstag, 13. Oktober 2011

Handarbeit im wahrsten Sinne des Wortes

Ich brauche einen Fleischerhandschuh, Handarbeit ist zu gefährlich für mich....
Denn irgendwie habe ich heute fast nur mit Hand genäht. Und rammte mir mehr als einmal die Nadel in die Hand. Aua!
Aber der Reihe nach...

Den Saum habe ich beim Oberstoff umgebügelt und per Hand unsichtbar angenäht.
Anschließend das Futter umgebügelt und auch das mit der Hand auf die Nahtzugaben genäht. Himmel! Das dauert ungefühlt fünfmal länger als gefühlt erhofft. Ewig!


Naja, warum auch immer, ich war noch motiviert genug, auch die Futterärmel einzuschlagen und an den Nahtzugaben mit Matrazenstich anzunähen.

Dann ging es darum, die vordere Mitte zu konstruieren. Einmal die Nahtkante bügeln und schmal absteppen.


Nun sollte man nach Anleitung an der Bruchkante umklappen und annähen.  Joar, irgendwie hat burda da nen Wurm drin in der Anleitung. Denn dazu hätte ich die Paspel nicht an der Nahtzahl 6 anbringen sollen, sondern an der vorderen Kante. Gnah! So ist nun das Stück vorne in der Mitte nur halb so breit, wie es sein sollte.
Ich habe es bisher nur genadelt. Denn ich kann ehrlich gesagt nicht mehr mit der Hand nähen...



Zumindest erheiternd waren die Folgen von Big Bang Theory, Staffel 2. Vermutlich wäre ich ohne bei der Arbeit komplett abgedreht.

Morgen werden die letzten Nähte per Hand gesetzt und Knöpfe angenäht. Dann ist die Jacke endlich fertig.

Dienstag, 11. Oktober 2011

Es geht mir an den Kragen!

Und zwar nicht nur sprichwörtlich....der Kragen möchte endlich verpaspelt werden.
Also einmal eine Paspel an den Kragen gesteckt, gezupft und geheftet.

Juhu! Meine Cam war heute gewillt, nicht verwischte Bilder zu machen :)

Einmal dicht an der Paspelwulst entlang gesteppt und dann mit dem anderen Kragenteil rechts auf rechts aneinander gegehftet und entlang zuvor gesetzter Naht gesteppt.
Gewendet.




Nebenbei habe ich den neuesten Mitratefall von ??? gehört und gelöst.
Ich möchte natürlich auch nicht verheimlichen, dass oben gezeigter Kragen Versuch Nr. 2 ist - der erste ging tierisch nach hinten los.
Daher lasse ich es auch lieber für heute und nähe in Ruhe am morgigen Abend weiter.

Montag, 10. Oktober 2011

Ufo-Warnungen

Oh, da zieht nun über eine Woche ins Land. Und ich gestehe, dass ich an meinen eigenen Projekten eigentlich gar nicht gearbeitet habe.
In der letzten Woche half ich unter anderem, Conrad einen weiteren Gärballon mit Met anzusetzen.
Am wochenende dann aber setzte ich mich wieder an meine Jacke, zumal es ja auch gut kalt geworden ist :)
Leider kann ich nicht wirklich viele Bilder zeigen, denn alle Bilder knipste ich für den Datenmüll.

Ich habe das Futter zugeschnitten und zusammen genäht. Der grüne Jacquard macht sich in der Kombination mit schwarzem Mantelflausch wirklich gut.
Als es dann daran ging, Futter mit Oberstoff zu vereinen, verzweifelte ich beinahe an der Formulierung der burda.
Ich brauchte zwei Tage, um es dann letzten Endes zu verstehen. Und kramte die Jacke, die ich bereits als UFO abschrieb, wieder hervor.
Stand der Dinge bisher also ist der, dass ich die ersten Nähte zur Vereinigung des Futters und Oberstoffes gesetzt habe.
Leider kann ich euch keine Bilder zeigen, denn ich finde die Anleitung noch immer ziemlich uneindeutig.

Sonntag, 2. Oktober 2011

Military-Jacke - Klappe die zweite

Seit Freitag Abend läuft VNV Nation nicht nur in meinem Kopf (klasse Konzert in Grosse Freiheit 36, Hamburg), sondern auch auf meinem PC. Derart positiv beschallt, setzte ich mich sowohl in großer Vorfreude aufs Konzert am Freitag als auch gestern an meine Military-Jacke.
Es geht nämlich endlich an die Ärmel. Im Zuschnitt wirklich harmlos.
Doch im Einnähen sind Ärmel reiner Krieg! Am Freitag habe ich sie dreimal eingesetzt mit Heftgarn und dreimal wieder heraus getrennt.
Gestern endlich habe ich sie annehmbar einsetzen können. Hinzu kamen noch die Schulterklappen, die ich auch gleich mit Knopf verziert habe.

So hängt die Jacke bislang auf meiner stummen Mitbewohnerin. Heute wollte ich das Futter zuschneiden und anfangen zu vernähen.
Und an die Paspeln sollte ich mich auch endlich mal machen!